„Wer richtig isst, ist besser drauf!“
Damals gab es an der IGS Garbsen nur die Mensa, und die öffnete erst zum Mittagessen. Der zehnte Jahrgang, der seit dem Schuljahr 90/91 an der Schule war, machte sich stark für einen eigenen Treffpunkt der jüngeren Jahrgänge. Zum Schuljahr 91/92 war es so weit: Der Junior-Club öffnete – ein Aufenthaltsraum mit Spielen, in dem vorher nur ungenutzt der alte Verkaufsraum des Hausmeisters lag.
Aus der Idee, den Kindern auch ein echtes Frühstück anzubieten, wurde ein Jahr später Ernst: Eine Gruppe von Eltern und Lehrkräften gründete den Elternkiosk. Es gab viele Fragen zu klären – was heißt "vollwertig", woher kommen die Zutaten, wie finanziert sich das Ganze. Mit einem Biobäcker als Partner starteten sie mit 120 Vollkornbrötchen am Tag. Die gingen weg wie warme Semmeln – oft sogar ohne Belag.
Ein Kühlschrank kam von Eltern, ein Herd von einer Lehrkraft, und der Hausmeister verlegte eigenhändig Starkstrom durch den Kriechkeller, damit überhaupt etwas ging.
Bis heute teilen sich rund 20 bis 30 Mütter und Väter die Arbeit im Junior-Club – jede und jeder bringt so viel Zeit ein, wie sie oder er kann. Anfangs gab es auch skeptische Stimmen an der Schule. Überzeugt hat am Ende die Kontinuität: Aus einer kleinen Idee wurde ein fester Bestandteil des Schulalltags.
Die Deutsche Gesellschaft für gesunde Ernährung zeichnete den Junior-Club für sein Konzept aus – eine Bestätigung für über ein Jahrzehnt ehrenamtliches Engagement.
Der Junior-Club ist Treffpunkt, Pausen-Oase und Gesundheits-Botschafter zugleich: ausgewogene Snacks am Vormittag, ein Aufenthaltsraum mit Spielen und Leseecke, und ein Ort für echten Austausch zwischen Schüler:innen, Eltern und Lehrkräften.
Der Junior-Club lebt vom Engagement von Eltern und Großeltern.